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Neubau: Plusenergiesporthalle Herrieden

 

Plusenergie Dreifachsporthalle, 91567 Herrieden

Bauherr: Landkreis Ansbach / Stadt Herrieden     Baukosten KGR. 300+400 Brutto: 4,5 Mio. €

Beauftragte Leistungen: Energiekonzept, Planungsbegleitende Energetische Qualitätssicherung Lph. 1-9, Monitoring

Energiestandard: Passivhausstandard / Plusenergie-Sporthalle

Planungsbeginn: 05/2005                                   Ausführung: 09/2006 - 01/2008

Bruttogrundfläche: 4.291 m²                               Bruttorauminhalt: 19.841 m³

 

Erzeugt mehr Energie als sie verbraucht - Good Practice Energieeffizenz 2012 - Durch die DENA zur Nachahmung empfohlen

Der Entwurf der Dreifachsporthalle für Schul- und Vereinssport sieht einen Neubau südlich der 2005 fertig gestellten Realschule vor. Der Hauptzugang erfolgt analog der Schule von Osten.

Für den Vereinssport sind Zuschauertribünen für ca. 280 Personen vorgesehen, die unmittelbar von der Eingangsebene betreten werden können.

Das Gebäude gliedert sich in zwei Baukörper mit entgegen gesetzten Pultdächern: Halle und zweigeschossiger Bereich mit Foyer, Umkleiden und Betriebsräumen. Die Halle ist um ein Geschoss zum oberen Niveau des Schulhofes abgesenkt, um den Innenhof der Schule räumlich nicht zu sehr einzuengen und den Blick zur Altstadt freizuhalten.

Die Fassadengestaltung orientiert sich am Entwurf der Realschule, sodass ein stimmiges Ensemble entsteht.

Für die Planung der Sporthalle war die Haindl + Kollegen GmbH zuständig.

Plusenergie Dreifachsporthalle, 91567 Herrieden

Bauherr: Landkreis Ansbach / Stadt Herrieden

Beauftragte Leistungen: Energiekonzept, Planungsbegleitende Energetische Qualitätssicherung Lph. 1-9, Monitoring

 

Energiekennwert Heizwärme:  15 kWh/m²a (PHPP)

Endenergiebedarf/Jahr:           110.952 kWh/a (PHPP)

Endenergieverbauch/Jahr:       77.704 kWh/a (2010, witterungsbereinigt)

Primärenergiebedarf:              55 kWh/m²a (PHPP)

Strombedarf:                         18 kWh/m²a (PHPP)

Energieträger:                        Hackschnitzel

 

Ergebnis Wirtschaftlichkeitsberechnung über 35 Jahre:

Jährliche Gesamtkosteneinsparung des Passivhaus-Standards gegenüber dem EnEV-Standard: 19.887,- €/a

*Der Gesamtkostenberechnung liegt die Annahme von 8% Hackschnitzelpreissteigerung und 5% Strompreissteigerung pro Jahr zu Grunde.

 

Erzeugt mehr Energie als sie verbraucht - Good Practice Energieeffizenz 2012 - Durch die DENA zur Nachahmung empfohlen

Konzept

Der Schwerpunkt des Energiekonzepts der Dreifachsporthalle liegt auf einer Verminderung des Heizenergie- und Stromverbrauchs des Gebäudes. Dämmstandard Eine umlaufende Dämmung mit Dämmstärken zwischen 24 und 28 cm gewährleistet einen geringen Energieverlust durch die massiven Bauteile. Zahlreiche Details wurden hinsichtlich der Wärmebrücken optimiert. Durch die passive Sonnenenergienutzung über die südliche Glasfassade wird der Heizwärmebedarf weiter vermindert. Die Verglasung im Norden wurde auf das für die Belichtung notwendige Maß reduziert.

Heizung/Warmwasser/Regenerative Energien

Mit den Anschluss an das örtliche Nahwärmeversorgungsnetz, das mit Hackschnitzeln betrieben wird, wird die nötige Wärme gedeckt. Das Ergebnis der energieoptimierten Bauweise ist eine Reduzierung des Heizenergiebedarfs auf ein Viertel und eine Verminderung des Stromverbrauchs auf fast die Hälfte des derzeit noch üblichen Standards. Durch eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Dach ist dieses Gebäude die erste Dreifachsporthalle Deutschlands, die mehr Energie erzeugt als Sie verbraucht.

Lüftung/Klima

Im Winter versorgen zwei hocheffiziente Lüftungsanlagen mit einem Wärmerückgewinnungsanteil von über 85% die Sporthallenebene und die Nebenräume mit Frischluft und mit der erforderlichen Restheizwärme. Eine zusätzliche Fußbodenheizung konnte so eingespart werden. Die Belüftung der Halle im Sommer wird über die Fenster geregelt.

Beleuchtung

Zur Verringerung des Stromverbrauchs wird die energieeffiziente Beleuchtung tageslichtabhängig gesteuert. Die Verschattungslamellen vor der Glasfassade im Süden werden im Winter so gesteuert, dass sie maximalen Sonnenlicht- und Wärmeeintrag ermöglichen.

Monitoring

Seit Februar 2008 wird die Sporthalle von den Schülern der Realschule Herrieden intensiv genutzt. Von 2008 bis 2010 wurde die Dreifachsporthalle energetisch überwacht und nachjustiert. Energieverbrauchsmessungen über die 3-jährige Monitoringphase haben ergeben, dass der tatsächliche Energieverbrauch unter dem errechneten Energiebedarf liegt. Der Verbrauch unterschreitet die Berechnungsergebnisse durch Optimierung der Regelungstechnik im Bereich Wärme um 31% und im Bereich Strom um 42%.

< Projekt... 4/18 >

Neubau: Plusenergiesporthalle Herrieden