Energetische Sanierung: Pflegeheim St. Elisabeth
Pflegeheim St. Elisabeth, 73431 Aalen
Bauherr: Stiftung Haus Lindenhof Baukosten KGR. 300+400 Brutto: 1,1 Mio. €
Beauftragte Leistungen: Energiekonzept
Energiestandard: Modellvorhaben EnEV - 50%
Planungsbeginn: 2007 Ausführung: 01/2008 - 08/2008
Gebäudenutzfläche: 7.155 m² Bruttorauminhalt: 25.243 m³
Pflegeheim St. Elisabeth, 73431 Aalen
Bauherr: Stiftung Haus Lindenhof
Beauftragte Leistungen: Energiekonzept
Energiekennwert Heizwärme (vorher): 127 kWh/m²a (EnEV)
Energiekennwert Heizwärme (nachher): 25 kWh/m²a (EnEV); 55 kWh/m²a (PHPP)
Endenergieverbrauch/Jahr (vorher): 934.209 kWh/a (EnEV)
Endenergiebedarf/Jahr (nachher): 209.609 kWh/a (EnEV)
Primärenergiebedarf (vorher): 179 kWh/m²a (EnEV)
Primärenergiebedarf (nachher): 35 kWh/m²a (EnEV)
Strombedarf: 23 kWh/m²a
Energieträger: Erdgas, Sonne
Ergebnis Wirtschaftlichkeitsberechnung: Modellvorhaben EnEV-50% mit 20% Tilgungserlass
Investitionskosten EnEV-Altbau Standard: 1,077 Mio. €
Investitionskosten EnEV -50% Standard: 1,074 Mio. € (inkl. Tilgungszuschuss)
Gesamtkosten in 25 Jahren EnEV-Altbau Standard: 2,7 Mio. €
Gesamtkosten in 25 Jahren EnEV-50% Standard: 1,9 Mio. €
*Der Gesamtkostenberechnung liegt die Annahme von 6% Erdgaspreissteigerung pro Jahr zu Grunde.
Modellvorhaben: Saniertes Bestandsgebäude unterschreitet das EnEV-Neubau Niveau um 50%
Konzept
Durch die konsequente Sanierung des Pflegeheims St. Elisabeth konnten zusätzliche Förderprogramme genutzt werden, sodass die Investitionskosten für den EnEV -50% Standard niedriger als die Investitionskosten für eine Sanierung auf EnEV-Altbau Niveau waren. Ein Tilgungszuschuss in Höhe von 400.000,- € konnte durch das Modellvorhaben im Rahmen des CO2 Gebäudesanierungsprogramms genutzt werden. Nach der Sanierung benötigt das Pflegeheim 82% weniger Endenergie als der Bestand.
Dämmstandard
Entscheidende Optimierungsvorschläge von ING+ARCH waren die Integration des Untergeschosses in die warme Hülle, die Optimierung sämtlicher Wärmebrücken, Außenwände und Dach erhielten eine durchschnittlich 24 cm starke Dämmung und die Bodenplatte wurde mit 14 cm Dämmung versehen.
Heizung/Warmwasser/Regenerative Energien
Der alte erdgasbefeuerte 700 kW Niedertemperaturkessel wurde durch einen neuen Brennwertkessel mit 200 kW Leistung ersetzt. Ein hydraulischer Abgleich wurde durchgeführt. Elektronisch geregelte Pumpen und die Dämmung der Rohrleitungen reduzieren den Energiebedarf nochmals. Eine Solaranlage mit 103 m³ Kollektorfläche wärmt im Sommer das Warmwasser und unterstützt die Heizung in den Übergangszeiten. Der Deckungsgrad der Solaranlage beträgt 32% für das Warmwasser und 3% für die Heizung.
Lüftung/Klima
Zur Belüftung der Pflegezimmer wird eine zentrale Lüftungsanlage mit 84% Wärmerückgewinnung installiert. Die Bewohner und das Betreuungspersonal freuen sich über die gute Luftqualität im Pflegeheim.