x

Energetische Sanierung: Bürogebäude in Herrieden

Bürogebäude, 91567 Herrieden

Baufrau: Frau Annemarie Regner         Baukosten KGR. 300+400 Brutto: 126.000 €

Beauftragte Leistungen: Planung Lph. 1-9, KMU Energieberatung mit Energiekonzept

Energiestandard: EnEV 2009 Altbau

Planungsbeginn: 04/2010                   Ausführung: 08/2010 - 10/2010

Nettogrundfläche: 281 m²                   Bruttorauminhalt: 851 m³

 

Energieeffiziente Sanierung reduziert Heizbedarf um über 50%

Das Bürogebäude liegt am Rande der Altstadt Herriedens und ist 1970 an ein bestehendes Wohngebäude angebaut worden. Die Nordseite ist der Straße zugewandt.

Das Gebäude besitzt zwei Vollgeschosse und ist nicht unterkellert. Momentan wird das Bürogebäude von einer Versicherungsgesellschaft und einer Fahrschule genutzt.

Die anthrazitfarbenen Fenster in der grau und weiß verputzen Außenwand lassen ein modernes Bürogebäude aus dem Bau von 1970 entstehen. Durch die elegante Fassadengestaltung und die Energieeffizienzmaßnahmen erfüllt der Altbau zukünftige Anforderungen hinsichtlich Ästhetik und energetischem Standard. Die Glasbausteine auf der Rückseite des Gebäudes bleiben auf Wunsch der Eigentümerin bestehen.

Das Gebäude ist in Massivbauweise erstellt und hat ein Flachdach.

Bürogebäude, 91567 Herrieden

Baufrau: Frau Annemarie Regner

Beauftragte Leistungen: Planung Lph. 1-9, KMU Energieberatung mit Energiekonzept

 

Endenergiebedarf/Jahr (vorher):    57.331 kWh/a (EnEV)

Endenergiebedarf/Jahr (nachher): 27.307 kWh/a (EnEV)

Primärenergiebedarf (vorher):       222 kWh/m²a (EnEV)

Primärenergiebedarf (nachher):   109 kWh/m²a (EnEV)

Energieträger:                           Öl

 

Ergebnis Wirtschaftlichkeitsberechnung: Auswahl aus 7 Varianten:

Gesamtkosten* in 30 Jahren Variante 1: 90.000,- €

Gesamtkosten* in 30 Jahren Variante 2: 85.000,- €

Gesamtkosten* in 30 Jahren Variante 6: 115.000,- €

*Der Gesamtkostenberechnung liegt die Annahme von 8% Ölpreissteigerung pro Jahr zu Grunde.

Energieeffizienzmaßnahmen senken Endenergiebedarf des Bürogebäudes um über 50%

Konzept

Der energetische Zustand des Bürogebäudes vor der Sanierung entspricht nicht mehr dem heutigen Standard. Dies ist nicht nur anhand relativ hoher Energiekosten ablesbar, sondern auch auf Grund niedriger Wand- und Fensteroberflächentemperaturen. An den bestehenden Aluminiumfenstern ist es auf der Innenseite im Winter zu Tauwasserausfall und in Folge dessen zu Schimmelpilzbildung gekommen. Mit Hilfe der KMU Energieeffizienzberatung mit Energiekonzept sind Schwachstellen analysiert und wirtschaftliche Lösungsvorschläge für eine energieeffiziente Sanierung herausgearbeitet worden.

Dämmstandard

Durch den Vollwärmeschutz aus 22 cm Außenwanddämmung WLS 032 ist der Energiebedarf um fast 20% reduziert worden. Wärmebrücken durch nach außen vorspringende Stahlbetonstützen sind minimiert worden. Der energetische Ausgangszustand der Gebäudes ist mit isolierverglasten Fenstern und Glasfassaden sehr schlecht. Durch dreifachverglaste Fenster mit wärmedämmenden Kunststoffrahmen, sowie einem Einbau von Isolierglasfenstern innen vor der Glasbausteinfassade ist der Energiebedarf um rund 24% gesenkt worden.

Heizung/Warmwasser

Der Ersatz des bestehenden Öl-Niedertemperaturkessels gegen einen Öl-Brennwertkessel bringt weitere Energieeinsparungen von rund 10%. Warmwasser wird dezentral über Untertischboiler erhitzt.

Lüftung

Da es sich um ein Bürogebäude mit geringer Belegungsdichte handelt, ist aus Kostengründen auf eine Lüftungsanlage verzichtet worden.

Beleuchtung

Neue T5 Leuchtstoffröhren werden montiert, sobald die bestehenden Leuchtmittel ausgetauscht werden müssen.

< Projekt... 12/18 >

Energetische Sanierung: Bürogebäude in Herrieden